Große wissenschaftliche Studie vom Oktober 2010 belegt, dass Kapselverhärtungen bei Brustvergrößerungen unter dem Brustmuskel deutlich seltener auftreten als über dem Brustmuskel

Im European Journal of Plastic Surgery (Vol. 33, Nr. 5, Oktober 2010) wurde eine groß angelegte Studie veröffentlicht zum Thema „Komplikationen nach Brustvergrößerungsoperationen in Abhängigkeit vom Implantatlager über oder unter dem Brustmuskel.“

Es wurden weltweite Veröffentlichungen zu diesem Thema ausgewertet und bei 3603 Patienten herausgefunden, dass die meisten Komlikationsraten gleich häufig auftreten bei Implantation von Silikonimplantaten unter die Brustdrüse oder unter dem Brustmuskel. Das heißt, beide Operationstechniken hatten in etwa die gleichen Komplikationen, die Patienten waren in etwa gleich zufrieden hinsichtlich der angegebenen Schmerzen und des endgültigen kosmetischen Ergebnisses.

Nur in einem Punkt gab es einen erheblichen Unterschied zwischen den beiden Operationsverfahren:

Die Kapselverhärtung (konstriktive Kapselfibrose) war bei der Implantation der Silikonimplantate unter dem Brustmuskel um ein mehrfaches geringer als bei Implantation unter die Brustdrüse.

Diese gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse stimmen mit unseren eigenen Erfahrungen überein. Wir propagieren seit vielen Jahren den Brustaufbau mit Implantaten unter dem Brustmuskel und begründen dies mit einer geringeren Verhärtungstendenz der Implantate.

Wir sind überzeugt, dass die oben zitierten Erkenntnisse aus der neuesten Multicenterstudie die Diskussion um das richtige Implantatlager um sehr gute Argumente für die submuskuläre Technik bereichert haben. Wir selbst fühlen uns in unserem seit Jahren geübten Vorgehen bestätigt.

Klinik für ästhetisch-plastische Chirurgie
Dr. med. Rolf Münker

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