Bauchplastik

Das Bild zeigt das Ergebnis einer Straffung der erschlafften Bauchdecken, was nach Schwangerschaften und Gewichtsreduktionen erforderlich sein kann. Man unterscheidet zwischen der Bauchdeckenplastik mit und ohne Nabelversetzung. Wenn eine Fettschürze vorliegt, muss diese chirurgisch entfernt werden durch einen W-förmigen Schnitt im Unterbauch. Häufig wird die Bauchstraffung ergänzt durch eine ultraschallgestützte Fettabsaugung am Oberbauch und an den Hüften. Dieses Vorgehen setzt eine gute Elastizität der Haut voraus.
Wenn aber durch eine Bindegewebsschwäche besteht und z.B. Schwangerschaftsstreifen oder Dehnungsstreifen in Folge Übergewicht vorliegen, muss eine umfangreiche Hautentfernung am Unterbauch erfolgen und die in der Regel glatte Oberbauchhaut nach unten bis zur Schambehaarung heruntergezogen werden. Zu diesem Zweck wird der Nabel vorübergehend ausgetrennt und in ein neu gebildetes Loch in der verlagerten Oberbauchhaut eingepasst. Um diesen umfangreichen Eingriff vornehmen zu können, ist es notwendig, den Bauchhautlappen von der darunterliegenden Bauchmuskulatur bis zum Rippenbogen abzulösen. Man hat dann die Möglichkeit, an der freigelegten Bauchmuskulatur eine innere Straffung vorzunehmen, da meistens die senkrechten großen Bauchmuskeln z.B. durch Schwangerschaften auseinander gewichen sind. Die Straffung der Muskulatur (Rectusplastik) erfolgt durch Verlagerung der Muskelbäuche in die ursprüngliche Mittellinie, indem kräftige Matratzennähte mit einem sich erst nach mehreren Wochen auflösenden Nahtmaterial durch die Muskulatur gelegt werden. Durch diese Operation werden die unästhetische Vorwölbung des Bauches und die hässliche Unterbauchhaut entfernt, sodass wieder ein glattes Bauchrelief entsteht.
Nach 8 Wochen kann man mit Bauchmuskeltraining beginnen, was zu einer zusätzlichen Verfestigung der Bauchwand führt. Wichtig ist auch, die Ernährung so einzurichten, dass es nicht erneut zu einem Übergewicht kommen kann. Die entstehenden Narben im Unterbauch sind durch W-förmige Schnittführung so angeordnet, dass sie unter jeder Badekleidung versteckt werden können. Das operative Vorgehen ist in den Grafiken oben dargestellt.




