Gynäkomastie (männlicher Brustansatz)
Was jüngeren Mädchen zur Zierde gerät, kann für junge Männern zum Alptraum werden. Beide Geschlechter haben eine Brustdrüsenanlage. Die Entwicklung der Brust erfolgt beim Mädchen unten dem Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone. Beim heranwachsenden jungen Mann verkümmert die Brustanlage. Wenn sich aber trotzdem eine hormonelle Brust entwickelt, so kann diese Folge einer hormonellen Dysregelung sein. In den meisten von uns behandelten Gynäkomastiefällen finden sich allerdings völlig normale Hormonwerte. Bei beiden Geschlechtern verschieben sich im Alter die Relationen der Geschlechtshormone zueinander. Als Folge hiervon entwickeln sich beim Mann an verschiedenen Körperstellen Fettpolster und bei vielen älteren Männern auch eine diskrete bis deutliche Gynäkomastie. Vor allem für jüngere Männer stellt die einseitige oder doppelseitige Gynäkomastie eine erhebliche psychische Belastung dar. Die chirurgische Entfernung ist daher der einzige Weg zu einer körperlichen und psychischen Normalisierung.
Operationsprinzip und Heilverlauf
Die Entfernung der männlichen Brustdrüse soll mit einer möglichst unauffälligen Narbenbildung erfolgen. Auch bei ausgeprägten Fällen genügt ein Halbmondförmiger Hautschnitt am unteren Rand des Warzenhofes oder in der Brustumschlagsfalte. Die überschüssige Haut muss meist nicht entfernt werden, sondern legt sich bei guter Elastizität von selbst dem Brustkorb glatt an. Die Entfernung des Drüsengewebes und des umgebenden Fettgewebes gelingt am besten mit der ultraschallgestützten Fettabsaugung. Diese Methode wurde in Deutschland erstmals von Dr. Münker 1992 angewendet. Nach der Operation muss für 6 Wochen ein speziell angepasstes Brustmieder getragen werden, damit sich die Haut gut anlegt.




