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Eigenfett zur Faltenbehandlung und Volumenauffüllung

Unter dem Aspekt von Haltbarkeit und Nebenwirkungen der verschiedenen Füllstoffe bekommt die vor einigen Jahren entwickelte Methode der Eigenfettunterspritzung (Lipofilling) nach Coleman eine besondere Bedeutung. Wenn man diese Alternative in Erwägung zieht, muss man wissen, dass es sich hierbei um einen operativen Eingriff mit entsprechendem Aufwand für Arzt und Patient handelt. Während die Faltenunterspritzung mit Fillern als kleine Behandlung während der Sprechrunde mit sehr dünnen Kanülen durchgeführt wird, muss die Eigenfettunterspritzung (Entnahme und Unterfütterung) unter hochsterilen Bedingungen im Operationssaal vorgenommen werden. Auch sind für die Fettunterspritzung deutlich dickere Kanülen erforderlich, die Blutergüsse und Schwellungen für fünf bis sieben Tage verursachen können. Das entnommene Fett wird für eine spätere Nachbehandlung teilweise tiefgefroren. Die Erfolgsaussichten der Eigenfettunterfütterung sind bei richtiger Indikationsstellung sehr gut, da bei jeder Behandlung 40 bis 50 Prozent der transplantierten Fettzellen dauerhaft angehen. Besonders günstig ist die Eigenfettbehandlung zur Aufpolsterung und Verjüngung eingefallener Partien der Wangen  - und Jochbeinregion geeignet. Vorsicht ist bei der Behandlung von Augenringen geboten.

Eine individuelle Beratung ist vor jeder Faltenbehandlung unbedingt erforderlich, damit das Verfahren zur Anwendung kommt, das für die Erwartungen des Patienten am besten geeignet ist. Hierbei spielen nicht nur Faktoren wie Verträglichkeit und Haltbarkeit eine Rolle, sondern auch unterschiedliche Ausfallzeiten im beruflichen und sozialen Leben bei den einzelnen Behandlungsverfahren.

Narbenbehandlung mit Fillern und Eigenfett

Dünne, eingezogene Narben unter Hautniveau lassen sich mit Hyaluronsäure / Hydroxylapatit oder Eigenfett behandeln. Dabei sind oft mehrmalige Injektionen im Abstand von mehreren Monaten notwendig. Die Technik ist dieselbe wie bei der Faltenbehandlung.